Stell die Füße hüftbreit, drücke Fersen sanft in den Boden, als wolltest du Spuren hinterlassen. Knie weich. Atme ein, stell dir vor, jemand zieht dich am Scheitel. Kinn leicht zurück, Nacken lang. Diese zweifache Verlängerung entlastet Lenden und Hals, richtet dich würdevoll, ohne Steifheit oder Überspannung.
Atme aus und lasse die Schultern nach hinten-unten gleiten, als würden warme Taschen dich empfangen. Spüre die Schlüsselbeine lächeln. Hebe und senke einmal bewusst, dann kreise klein, ruhig, schmerzfrei. Achte darauf, dass Rippen nicht nach vorne flüchten. Der Brustkorb bleibt weich, der Atem fließt, der Bauch darf mitbewegen.
Vier ruhige Atemzüge reichen. Ein durch die Nase, spüre die Flanken weiten; aus doppelt so lang, pfeifend leise, als bläst du durch einen Strohhalm. Mit jeder Ausatmung schmilzt Spannung an Kiefer und Augen. Dein System begreift: Hier ist Platz, hier darf Leistung entstehen, ohne Verkrampfung.
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